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die Munitionsanstalt

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Pershing-Raketen der US-ARmee

Die Heeresmunitionsanstalt war eine Munitionsanstalt (kurz Muna) des Heeres der Wehrmacht in der Zeit des Nationalsozialsmus. Sie wurde 1939 eingerichtet. Wie alle Heeres-Munitionsanstalten diente sie zunächst zur Fertigstellung von Artilleriegranaten, war in der Endphase des Krieges auch Zwischenlager für Raketen des Typs Aggregat 4 kurz A4, Propagandabezeichnung V2). Nach dem Zweiten Weltkrieg  waren kurzzeitig ehemalige Zwangsarbeiter und später Heimatvertriebene im Gelände einquartiert. Ab 1950 nutzte die US-Armee das 117 Hektar des Geländes, während die Gemeinde Siegelsbach auf den restlichen Flächen zunächst Gewerbe ansiedelte, bevor ab 1959 die Bundeswehr die nicht von den Amerikanern genutzten Flächen beanspruchte. Über Jahrzehnte waren in der Anlage dann Geräte- und Munitions-Depots von US-Armee und Bundeswehr, zeitweise waren dort auch Atomsprengköpfe der amerikanischen Pershing-Rakete gelagert. Nach dem Abzug der Amerikaner 1993 machte die Bundeswehr die nun allein genutzte Anlage zum Gerätehauptdepot, nutzte sie aber seit 2002 nur noch als Verwahrlager und räumte sie 2010 vollständig. Seitdem wird das Gelände privatisiert und einer Gewerbenutzung zugeführt.

 

 

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